Konzert, Theater/Schauspiel

Die Lange Nacht der Weltreligionen 2017

Reformation und Rebellion

Thalia Theater

Raboisen 67 · 20095 Hamburg
Foto: Fabian Hammer

Ein scharfer Kritiker der eigenen Kirche war er, der Augustinermönch Martin Luther. Im Oktober 2017 jähren sich zum 500. Mal seine berühmten Thesen. Doch waren Luther und die Reformation wirklich so besonders, wie sie gerne dargestellt werden?

Finden sich nicht ähnliche Prozesse auch in anderen religiösen und gesellschaftlichen Kontexten wieder? Oder gar heute? Die europäische Reformation setzte in Gang, was sich längst abzeichnete. Sie förderte die Bildung der Vielen und bezog die Laien ein. Sie popularisierte die Musik und stellte Autoritäten in Frage. Sie brachte aber auch Konfessionalisierung, Abgrenzung und Verfolgung, ja Kriege, mit sich. Die Lange Nacht der Weltreligionen nimmt das Reformationsjubiläum zum Anlass, über Religionen als Spannungsfeld zwischen Orthodoxie und Häresie, zwischen Glauben und Nicht-Glauben nachzudenken. Wann setzen sich Reformimpulse durch, wann gelten sie als Ketzerei? Und wie nehmen andere Religionen die christliche Reformation wahr? Diesmal auf der Bühne und an unterschiedlichen Orten im Thalia Theater inszeniert, geht es um Texte und Haltungen, Streitschriften und Dialoge, Worte und Musik, Männer und Frauen, die sich einmischen und Position beziehen. Damals wie heute.

Mitwirkende

Isak Aasvestad, Hamida Behr, Dr. Johann Hinrich Claussen, Bischöfin Kirsten Fehrs, Prof. Dr. Stephanie Gripentrog, Erzbischof Dr. Stefan Heße, Joachim Lux, Uğur Şentürk, Pajam Sobhani, Gerrit Spallek, Prof. Dr. Wolfram Weiße u.a.

Musik

Mauretta Heinzelmann (Violine, Gesang, Posaune)
Ulrich Kodjo Wendt (Diatonisches Akkordeon)
Yogi Jockusch (Perkussion)

Zeitplan

Ab 18.30 Uhr: Präsentation der Schul-Projekte zur „Langen Nacht der Weltreligionen“ im Eingangsfoyer
Ab 22 Uhr: Musikalischer Ausklang auf der Bühne

 Eine Kooperation mit der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg, Gefördert von der Udo Keller Stiftung Forum Humanum