Gemeindehaus am Rockenhof

Sonstige

„Der Führer ruft“ - Die Evangelische Kirche unter dem Hakenkreuz

Vortragsabend zum Verhältnis von evangelischer Geistlichkeit und NS-Regime

Gemeindehaus am Rockenhof

Rockenhof 5 · 22359 Hamburg

Ein schwieriges und vielleicht sogar schmerzhaftes Thema wird behandelt und zur Diskussion gestellt: Wie standen im „Dritten Reich“ die Propstei Stormarn und die Gemeinden Volksdorf und Bergstedt zum Nationalsozialismus?

Mit dieser Frage beschäftigt sich der Historiker Helge-Fabien Hertz auf einem Vortragsabend im Gemeindesaal Rockenhof 5. Hertz ist ausgewiesener Kenner, denn er promoviert über das Verhältnis der Evangelischen Landeskirche Schleswig-Holsteins zum Nationalsozialismus.

Die Volksdorfer Kirchengemeinde gehörte während des „Dritten Reiches“ zur Gemeinde Bergstedt unter Propst Gustav Dührkop (Propstei Stormarn, schleswig-holsteinische Landeskirche). Der Vortrag befasst sich hauptsächlich mit der Person Dührkop und mit den Bergstedter Pastoren: Wie verhielten sie sich gegenüber dem NS-Regime? Propst Dührkop war überzeugter Nazi. Er wollte seine Gemeinden auf die NSDAP und Adolf Hitler einschwören. Seine Einführung als Propst in Stormarn wurde als Parteiveranstaltung mit Fahnen der „Deutschen Christen“ und der SA im Altarraum inszeniert. Der Historiker Hertz liefert konkrete Fallbeispiele, stellt sie in einen größeren landeskirchlichen Zusammenhang und behandelt auch die kirchliche Entnazifizierung. Was geschah später mit den „belasteten“ Geistlichen? Wie wurde mit ihnen verfahren?

Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zum Gespräch. Der Eintritt ist frei.